Was muss man sich unter einer Rechenschwäche vorstellen?

Rechenschwäche hat sehr vielfältige Erscheinungsformen und lässt sich mit einem Satz
kaum beschreiben. Die folgende oft verwendete Definition beschreibt die Problematik aber recht treffend:
„Bei der Rechenschwäche handelt es sich um eine isolierte Leistungsstörung im mathematischen Bereich, mit meist durchschnittlichen oder oft auch überdurchschnittlichen Leistungen in anderen Fächern.“
Wie können Sie eine Rechenschwäche bei Ihrem Kind erkennen?
Ob eine echte Rechenschwäche vorliegt, lässt sich von Eltern selbst oft nur sehr schwer feststellen. Die eigene Befangenheit bzw. Voreingenommenheit aufgrund von vielen vergeblichen Versuchen mit den verschiedensten Methoden das Rechnen einfach zu erklären, steht dem oft im Weg.
Ohne entsprechende Diagnostik lässt sich eine Rechenschwäche oder Dyskalkulie  auch nur schwer feststellen. Es gibt aber eine ganze Reihe von allgemeinen Hinweisen, die darauf hindeuten, z.B.:

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Die Leistungen im Fach Mathematik sind deutlich schlechter als in anderen Fächern!
 

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Es treten körperliche Symptome auf:
Bauchweh, meist bei bevorstehenden Anforderungen im mathematischen Bereich!

 

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Das Kind kann den z.Zt. aktuellen Schulstoff im Fach Rechnen nicht richtig benennen und erläutern!
 

Folgende Auffälligkeiten können dabei häufig auftreten:


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Das Kind irrt sich im Ergebnis oft um 1, meist bei der Zehnerüberschreitung.
 

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Es treten häufig Zahlendreher auf.
Mehrstellige Zahlen werden oft falsch herum geschrieben, z.B. 27 statt 72.
 

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An einem Tag scheinbar schon verstandene Zusammenhänge sind am nächsten Tag wieder völlig vergessen.
 

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Die Hausaufgaben nehmen immer unverhältnismäßig viel Zeit in Anspruch.
 

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Sehr ähnliche Aufgaben, wie zuerst 20 + 5 und anschließend 20 + 6, werden immer wieder neu gerechnet bzw. neu abgezählt.
 

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Die Mengenerfassung ist nicht ausgeprägt: Die Augenzahl eines Würfels wird an den Fingern abgezählt und kann nicht auf einen Blick erfasst werden.
 

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Es werden Ergebnisse erfunden um zu vermeiden, dass das Unverständnis oder die Ratlosigkeit auffallen.
 

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Mit Ziffern verschiedener Stellenwerte wird rein willkürlich gerechnet.
 

Sie glauben, Ihr Kind ist betroffen?     -     So können Sie Ihrem Kind helfen!
Nehmen Sie Ihr Kind ernst!
Zeigen Sie Ihm, dass Sie seine Schwierigkeiten erkannt haben und nachvollziehen können.
Dies nimmt etwas von dem Druck, der auf Ihrem Kind lastet.
Sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass die Behebung bzw. die Besserung des Problems nicht in einigen wenigen Wochen zu erwarten ist!

Abhaken

Von Rechenschwäche Betroffene brauchen spezielle Übungsmethoden
 

Abhaken

Diese müssen unbedingt auf die besondere Problematik Ihres Kindes abgestimmt sein!
 

Abhaken

Ohne entsprechende Aufbereitung des Stoffs, mit unterstützenden Materialien und Methoden, können die Schwierigkeiten von Ihrem Kind nicht nachhaltig überwunden werden.
 

Um optimale Hilfe leisten zu können, hat sich im Laufe der Jahre die Anwendung einer 3-Stufen-Planung in unserer Praxis außerordentlich bewährt:


1. Schritt - Ausführliche Beratung

Sie vereinbaren mit uns einen Termin zu einem Beratungsgespräch in unserer Praxis. Beratungsgrundlage sind die von Ihnen oder von der Schule beobachteten Auffälligkeiten Ihres Kindes.
 

 

 

2. Schritt - Umfangreiche Diagnostik

Wenn sich im Verlauf der Beratung der Verdacht herausstellen sollte, dass Ihr Kind betroffen sein könnte, schlagen wir Ihnen in aller Regel vor, eine individuelle abklärende Diagnostik, die auch eine medizinisch organische Abklärung beinhaltet, mit Ihrem Kind durchzuführen. Im Verlaufe dieser Diagnostik werden die im Beratungsgespräch angesprochenen Auffälligkeiten hinsichtlich einer Rechenschwäche genau untersucht.
Im Vordergrund steht dabei vor allem die Ursachenerkennung!
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Die Ergebnisse der Diagnostik werden von uns in einem Bericht zusammengefasst, in dem Sie in aller Ruhe die Ursachen der Auffälligkeiten nachlesen können.
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In einem abschließenden Beratungsgespräch erläutern wir Ihnen die Ergebnisse und machen Ihnen konkrete Vorschläge zur Therapie Ihres Kindes.
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Bei erkannter Rechenschwäche wird dies meist ein therapeutischer Förderplan mit individuellem Förderunterricht sein, den wir Ihnen für Ihr Kind vorschlagen.

3. Schritt - Die Therapie ist individueller Förderunterricht

Dieser Förderunterricht wird in unserer Praxis durchgeführt. Meist wird dies wöchentlicher Einzelförderunterricht sein.
Mit Nachhilfe ist dies nicht zu vergleichen, da hierbei die individuellen Probleme und Auffälligkeiten Ihres Kindes besondere Berücksichtigung finden.

 

Die Ursachen können dabei sehr vielschichtig sein. Meist gibt es nicht nur eine Ursache, sondern verschiedene mehr oder weniger ausgeprägte Störungen. Das Spektrum reicht hierbei von:
Mögliche Ursachen

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Wahrnehmungsstörungen verschiedenster Art

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über Konzentrationsstörungen

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falsche Lern- oder Lösungsstrategien

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bis hin zu emotional-motivationalen Störungen

Kinder, bei denen eine Rechenschwäche (Dyskalkulie) festgestellt wurde, benötigen eine intensive Förderung, entsprechend ihrer individuellen Problematik.
Einige der Problembereiche dieser Kinder seien hier beispielhaft genannt:

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Die Mengenvorstellung ist nicht ausgeprägt

Fingerzeig 

Die Mengenerfassung ist problematisch

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Das Verständnis des dekadischen Stellenwertsystems fehlt meist völlig

Fingerzeig 

Probleme beim Rechnen mit Zehner- oder Hunderterübergängen

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Verdrehungen von Zahlen häufen sich

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Schwierigkeiten beim Umgang mit der Null

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Umgang mit zeitlichen und räumlichen Beziehungen

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Schwierigkeiten beim Umgang mit Operatoren

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“(Ab)zählendes” Rechnen steht im Vordergrund. Sie haben sich vom zählenden Rechnen noch nicht
gelöst, oder haben entsprechende Kompensationsstrategien entwickelt.

Für die Therapie rechenschwacher Kinder gibt es keine festen Vorgaben, Regeln oder bewährte Übungsvorlagen. Die Methode, mit der größten Aussicht auf Erfolg ist das Führen so genannter „informeller Interviews“, die wir auch in unserer Praxis anwenden. Dabei werden die Probleme des Kindes im permanenten Dialog mit dem Therapeuten behandelt:

 

 

Was für diese Kinder NICHT förderlich ist:

Gruppentherapie!

Falsch Vorgemachtes könnte übernommen werden, weil es in die eigene Strategie passt, oder diesen Kindern gar logischer, weil einfacher erscheint! Weil es einfacher erscheint, halten sie dann möglicherweise daran fest!

Falsches Üben!

Viele Eltern bemühen sich sehr die Probleme gemeinsam mit Ihrem Kind zu lösen und üben aus diesem Grunde sehr viel. Wenn allerdings nicht “nicht verstandene Zusammenhänge” permanent auf verschiedene Arten wiederholt werden, verunsichert das diese Kinder umso mehr. Besser wäre es hier wirklich gar nicht zu üben, da man damit den Zustand zumindest nicht weiter verschlimmert.

 

 

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Problematik bei Rechenschwäche von Kind zu Kind so extrem  unterschiedlich ist, dass nur eine EINZELFÖRDERUNG den langfristigen Erfolg sichern kann.

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Der Therapeut erkennt während des Dialogs die Probleme

 

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kann sofort darauf eingehen, und dann

 

 

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das Kind entsprechend führen.

Da es sich meist nicht nur um isolierte mathematische Probleme handelt, sondern oft noch weitere Schwächen vorliegen, die diesen Kindern das Erlernen von mathematischen Zusammenhängen und Funktionen erschweren, werden diese eben aus unserer Diagnostik bekannten zusätzlichen Schwächen in die Therapie mit einbezogen und behandelt.
Wir wenden dabei die neuesten Erkenntnissen und Methoden der Pädagogik und Lernbiologie unter Einbeziehung naturheilkundlicher Aspekte an.
Durch die therapeutische Arbeit an den Ursachen, ist es möglich einen dauerhaften Erfolg für die Zukunft zu sichern!
Weiterhin werden Ihnen Lern- und Übungsvorschläge unterbreitet, mit denen Sie Ihr Kind auch zu Hause fördern können.
Selbstverständlich beraten wir Sie umfassend hinsichtlich der Kosten, sowie Kostenübernahmen durch die entsprechenden möglichen Kostenträger.